Landesregierung muss endlich im Kampf gegen den Lehrkräftemangel handeln

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Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert als Ergebnis des Schulgipfels, dass im Kampf gegen den Lehrkräftemangel gehandelt wird. „Was wir nicht brauchen, ist ein weiterer Gipfel der netten Gesten und der sicherlich ernst gemeinten Worte, sowie die Gespräche zum so genannten Schulfrieden im Jahr 2021. Der Lehrkräftemangel ist zu akut, um nur darüber zu reden. Deshalb erwarten wir, dass die Landesregierung auf die Ergebnisse des Schulgipfels mit konkreten Handlungen zügig reagiert“, sagt Susan Sziborra-Seidlitz, bildungspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion. 

„Ministerpräsident Reiner Haseloff hat endlich den Ernst der Lage erkannt und den Lehrkräftemangel zur Chefsache gemacht. Das ist ein guter Schritt. Bildungsministerin Eva Feußner hat zwar in den letzten Monaten erkennen lassen, dass sie wichtige Maßnahmen unterstützt, ihr fehlt aber die Stärke und Durchsetzungskraft in ihrer Fraktion und in der Landesregierung. Die meisten Vorschläge scheitern an Finanzminister Michael Richter. Es ist deshalb richtig, dass er beim Schulgipfel anwesend sein wird. Wir erwarten, dass er die massiven Probleme ernst nimmt und seine Blockade beendet. Er muss endlich die finanziellen Mittel gegen den Lehrkräftemangel im Landeshaushalt bereitstellen. Wer an der Bildung spart, der spart an der Zukunft der Kinder.“ 

„Wir finden es grundsätzlich gut, dass die Koalition und insbesondere die SPD unsere grünen Ideen aus der letzten Legislatur weiterverfolgen. Insbesondere der Vorschlag zur Schrittweisen Anhebung des Einstiegsgehalts der Grundschullehrkräfte auf E13/A13 über ein Stufenmodell fällt da auf. Aber, auch wenn diese Maßnahme in der letzten Legislatur noch der richtige Schritt gewesen wäre, ist es jetzt zu spät dafür. Der Lehrkräftemangel ist auch an unseren Grundschulen zu akut, um noch länger zu warten. Wir brauchen A13/E13 für Grundschullehrkräfte jetzt! Unsere Vorschläge, um den Lehrkräftemangel zu bekämpfen, sind bekannt. Wir haben im Landtag Maßnahmen zur Verbesserung der Gehälter von Lehrkräften in besonderen Mangelfächern sowie Schulformen und Regionen beantragt. Auch haben wir verbesserte Bedingungen für den Seiteneinstieg gefordert. Leider folgten bisher insbesondere im Bereich der Verbesserung der Attraktivität des Lehrberufs durch bessere Gehälter keinerlei Handlungen der Koalitionsfraktionen oder der Landesregierung“, bedauert Sziborra-Seidlitz.