Zur aktuellen Berichterstattung des MDR über die Situation von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt erklärt Susan Sziborra-Seidlitz, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt:
„Sachsen-Anhalt steht bei der Inklusion im Bundesvergleich besonders schlecht da. Dass kaum Menschen aus Werkstätten in reguläre Jobs wechseln, zeigt: Unser System schafft zu selten echte Chancen.“
Werkstätten erfüllten eine wichtige Aufgabe und seien für viele Menschen ein guter und passender Arbeitsort. Problematisch sei jedoch, dass sie für zu viele zur Dauerlösung werden.
„Werkstätten dürfen kein Abstellgleis sein. Wer auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten will, muss dafür endlich echte Möglichkeiten bekommen.“
Sziborra-Seidlitz kritisiert strukturelle Hürden und fehlenden Druck auf Arbeitgeber:
„Zu viele Unternehmen drücken sich noch immer vor ihrer Verantwortung. Gleichzeitig fehlt es an gezielter Unterstützung für den Übergang in reguläre Beschäftigung.“
GRÜNE fordern konkrete Schritte:
- Budget für Arbeit ausbauen und Übergänge aktiv fördern
- Ausgleichsabgabe für Unternehmen erhöhen, die nicht einstellen
- Werkstattlöhne schrittweise verbessern
- Inklusionsbetriebe stärken und öffentliche Aufträge gezielt vergeben
„Andere Bundesländer zeigen, dass es besser geht. Sachsen-Anhalt muss endlich aufholen und Inklusion zur Realität machen.“